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Club

Yacht-Club  Wamel-Moehne e.v. Forststrasse 2 59519 Möhnesee/Stockum Email: info@ycwm.de

 

Zur Geschichte des YCWM...

Die ersten 25 Jahre!

Ob wohl wir nur zu den kleinen Clubs in der Segelfamilie gehören, brauchen wir unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Unser Clubleben stand immer im Zeichen der Regattasports. Die jährlichen Ranglisten Regatten bestätigen dies und die hohe Auswärtige Beteiligung hat den YCWM weit über die Grenzen der Möhnetalsperre hinaus bekannt gemacht.

Unsere Wandersegler haben dafür gesorgt, dass der Clubstander des YCWM so manchen Clubraum in Deutschland, ja sogar in vielen Ländern Europas ziert.

Gemeinsinn und Kameradschaft stehen bei uns hoch im Kurs. Das bezeugen unter anderem, unsere gelungenen Feste. Jedes Clubmitglied trägt mit seinem Einsatz dazu bei.

Anfang der 60-er Jahre trafen sich auf dem Wameler Becken der Möhnetalsperre an den Wochenenden einige junge Ehepaare, die viel Glück bei "Woermann" einen Liegeplatz für Ihre Jolle erhalten hatten.

Richtig segeln konnte damals nur Heinz Take, Er warnte uns ständig, nicht zum Stockumer Damm zu segeln, denn dort wären oft gefährlich Fallböen.

Irgendwann waren wir das sogenannte "Kaffesegeln" leid. Gleichzeitig wuchs auch der Wunsch, nicht immer vom "Goodwill" des Herrn Woermann abhängig zu sein.
So kam der Gedanke, einen Segelclub zu Gründen und auch Regatta zu segeln.
Um dies zu verwirklichen, trafen sich am 12.07.1964 im Wohnwagen von Horst Scheffer, folgende Segler:

Otto Bautzmann, Heinz Benkert, Horst Bobritz, Josef Eickmann, Friedel Maluche, Hugo Muckermann, Karl-Heinz Sander, Horst Scheffer, Heinz Take, Werner Veith und Horst Willkens.

Wir waren uns schnell einig. Der Club sollte Yacht-Club Wamel Möhne heißen.

Natürlich wählten wir auch sofort einen Vorstand, der vor allen Dingen die Anerkennung unseres Clubs beim Deutschen Seglerverband beantragen sollte.

In der Zwischenzeit waren wir nicht untätig. Friedel Maluche entwarf unseren heutigen Clubstander.

Es wurde höchste Zeit, dass wir den Segelschein A machten. So lief dann auch der erste A-Schein Kursus noch im Herbst 1964 an. An diesem Kursus konnte nur teilnehmen, wer ein Freischwimmerzeugnis vorlegen konnte. Mancher musste auf seine alten Tage noch den "Freischwimmer" machen!

Am 13. April 1965 war es dann soweit. Alle Teilnehmer hatten die Prüfung bestanden.

Am 26/27 September 64 haben wir unsere erste Regatta - die Kehrauswettfahrt - durchgeführt. Wanderpreise wurden in 5 Klassen ausgesegelt.

Die ersten Sieger waren:

FD Bärwind SCSI
Korsar Reinecke SCSI
O-Jolle Rösen YCS
S-Kreuzer Schlottmann WSC
Ausgleicher Maluche YCWM

An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass bei dem vom YCWM ausgerichteten Regatten die Wettfahrtleitung nicht zu beneiden waren.
Bei Wind und Wetter haben die Kameraden die Regatten zuerst von einem Ruderboot aus gestartet und gezeitet.
Später haben wir uns dann eine Start- und Zielinsel gebaut, die mitten auf dem Wameler Becken verankert wurde. Fest verlegte Wendemarken (6 Stück) gaben der Wettfahrtleitung die Möglichkeit, fast optimal auf unserem kleinen Becken zu segeln.

Die Berliner Segler sagten, als sie bei uns zum ersten starteten,
"Det is ja een bess`rer Feuerlöschteich!"

Aber segeln muss man auch auf einem Feuerlöschteich können.

Am 06.05.1965 erhielten wir die Anerkennung des Deutschen Seglerverbandes.
Am 28.07.1965 fand unserer Gründerversammlung statt. Das Gründungsprotokoll mit allen Unterschriften- ist noch im Original erhalten.

Eine wesentliche Erhöhung des Mitgliederbestandes war wegen des begrenzten Liegeplatzangebotes bei Woermann nicht möglich. Verkaufen wollte er aber nicht.

So mussten wir uns nach einem anderen Domizil umsehen. Der neue Vorstand entschied sich für einen Liegeplatz am Südufer des Wamler Beckens, unweit vom Stockumer Dammes. Der Ruhrtalsperrenverein genehmigte uns die Nutzung des Ufers und die Einrichtung eines Yachthafens.

Es wurden 3 Bojenstränge für ca. 35 Boote ausgelegt und ein Kurzsteg gebaut. Im Improvisieren waren wir schon immer recht gut. Für die Anfertigung des Steges verwendeten wir als tragende Elemente Gittermasten von einem Autobahnschild.
Dieser Steg ist Heute noch in Benutzung.

Das Ufer am See wurde in Eigenleistung befestigt. Eine selbstgebaute Slipanlage mit Handbetrieb ermöglichte das Slippen der Boote.

Als Clubgelände wurde am 13.04.1965 eine ca. 4200qm große Wiese vom Bauer Nübel für 20 Jahre gepachtet. Somit hatten wir endlich eine eigene Bleibe, die ein harmonisches Clubleben ermöglichte.

So haben wir die Wiese zu einem Campingplatz umgestaltet, mit einem Zelt als Versammlungsort und einer großen Feuerstelle.
Unsere gemeinsamen Lagerfeuer haben uns für manches entschädigt. Bei zünftigen Seemanns- und Wanderliedern, begleitet von einem Schifferklavier und Gitarren, haben wir von der weiten Welt geträumt. Wenn Dietze Fischer uns nachts noch sein "Silenzio" blies, hatten wir alles was wir uns wünschten.

Die Anordnung der Behörden, auf den Talsperren Segelboote nur noch mit Boxenliegeplatz zu genehmigen, kostete uns viel Geld. Geld war aber das was wir nicht hatten. So wurde die Überlegungen angestellt, wie man Preiswert eine Kompaktanlage herstellen konnte. Wolfgang Bader wurde im Dortmunder Hafen fündig. Eine Hamburger Schute sollte den Kern der Anlage bilden. Der RTV genehmigte diesen Plan und nun ging es ans Werk.
Für den Transport musste zuerst das Steuerhaus abgebrannt werden.
Anschließend wurden als Verstärkung im Innenraum Träger eingeschweißt. Am 20.02.1970 transportierte die Autokran Verleih GmbH DO-Wambel den 36 Meter langen, 5,16 Meter breiten und 2,80 Meter hohen Schiffsrumpf auf eine mit der Polizei abgestimmten Strecke Nachts vom Dortmunder Hafen zum stillgelegten Wameler Bahnhof.

Die Ausleger wurden in Duisburg in der Werkstatt von G. Schmitz hergestellt, die Halterungen am Schiffsrumpf angeschweißt und die Ausleger angepasst.
Am 31. Oktober 1970 war es soweit. Der Schiffsrumpf wurde wieder auf einen Tieflader verladen und am "Biber" über die von uns eigens dafür angelegte Slipstrasse zu Wasser gelassen und an seinen jetzigen Standort verankert.

Der RTV war aber mit unserem Werk nicht zufrieden. Der Schiffsrumpf ragte angeblich zu weit aus dem Wasser. So blieb uns nichts anderes übrig, als den Ladekasten rundherum um ca. 30 cm abzubrennen und in den Schiffsrumpf ca. 40 t einzubringen, damit die gesamte Anlage entsprechend tiefer im Wasser lag.

Mit dem von uns ursprünglich geplanten schmucken Oldtimer hatte diese Anlage nun nichts mehr gemein. Allen Unkenrufen zum Trotz bereitete uns diese Anlage bis heute keine ernsthaften Probleme. Rasmus gelang es lediglich einmal, den Zugangssteg umzukippen.

Die Lage des Clubgeländes am Rande des Arnsberger Waldes hat manchen dazu veranlasst, mal die Wanderstiefel anzuziehen und die schöne Natur auch auf andere Weise zu genießen. Daraus entwickelte sich die jetzt schon traditionelle Maiwanderung. Unsere bewährten Wanderführer lassen sich da jedes Jahr etwas einfallen mit dem Erfolg, dass auch unsere Jüngsten gerne mitmachen. Diese Wanderungen werden mit einer Grillfete auf der Clubwiese abgeschlossen.

Zu erwähnen bleibt, dass wir 1983 die angepachtete Wiese gekauft haben und mit dem Erwerb des Regattabootes sollte die Regattaleitung die Möglichkeit haben, sich besser auf die schwierigen Windverhältnisse auf unserem Becken einstellen zu können.

Damit sind wir mit unserer Chronik über die ersten 25 Jahre am Ende.
Die nächsten 25 Jahre müssen nur noch in Worte gefasst werden, wobei schon mal zu erwähnen ist, dass in der Zeit bereits sehr viel passiert ist.